zur Hauptnavigation springen
zur Seitennavigation springen
zur Hilfsnavigation springen
zum Inhalt der Seite springen

Dr. Michael Zobel, Leiter der Business Unit Ion Exchange Resins (BU ION)


22. Januar 2010

Interview mit Dr. Michael Zobel: Ein Zeichen für den Standort Deutschland


Dr. Michael Zobel, Leiter BU ION, erklärt im Interview, was der Bau der neuen Anlage in Bitterfeld bedeutet und welche Rolle Wasser für seine BU spielt

 

Beim Bau der neuen Pilotanlage fiel die Wahl auf Bitterfeld. Welche Vorteile sehen Sie?

 

Michael Zobel: Bitterfeld ist ein moderner Standort mit einer hoch motivierten Mannschaft und sehr guter Infrastruktur. Außerdem hat die IAB, die zur Business Unit Ion Exchange Resins gehört, eine lange Tradition vor Ort. Nicht zuletzt auf Grund des vorhandenen Know-hows konnte sich Bitterfeld auch im internen Standortwettbewerb von LANXESS gegen andere Standorte wie Spanien und Singapur durchsetzen. Hinzu kommt, dass in Bitterfeld bereits die größte und weltweit modernste Ionenaustauscher-Anlage für monodisperse Lewatit®-Iononenaustauscher-Technologie steht. Mit der erneuten Investition wollen wir ein Zeichen für den Standort Deutschland setzen und bekennen uns – gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten – zu unserem seit mehr als zehn Jahren bestehenden modernen Standort in Bitterfeld. In das aktuelle Projekt investiert LANXESS rund 30 Millionen Euro. Diese Investitionen und die langfristige Schaffung von bis zu 200 Arbeitsplätzen helfen dabei, den Standort Bitterfeld zu sichern und noch zukunftsfähiger zu machen.

 

Wie geht es nun nach dem Spatenstich weiter?

 

Zobel: Ende des Jahres soll die Anlage angefahren werden. Für 2011 ist es geplant, die ersten Produkte auf dem Markt einzuführen. Wir müssen natürlich zunächst zahlreiche Tests ausführen, denn die Technik ist für uns auch neu. Allerdings können wir auf unserer langjährigen technischen Expertise in der Produktion von Ionenaustauschern aufbauen.

 

Für LANXESS ist 2010 das „Wasserjahr“. Welche Rolle spielt Wasser für die BU ION?

 

Zobel: Unser Kerngeschäft – die Ionenaustauscher- und Spezialadsorberharze - leisten einen wichtigen Beitrag, um viele Wasserprobleme zu reduzieren. So können unsere bewährten Produkte der Marke Lewatit® beispielsweise unerwünschte Stoffe wie Kalk und Schwermetalle aus dem Wasser entfernen. Die nicht einmal millimetergroßen Polymerperlen können kleinste positiv oder negativ geladene elektrische Teilchen (Anionen und Kationen) an sich binden oder sie durch andere Ionen austauschen. Auf diese Weise machen sie zum Beispiel auch Zucker weißer und süßer, entbittern Orangensaft und enthärten Wasser – in jeder zweiten Kartusche herkömmlicher Wasserfilter stecken Lewatit®-Ionenaustauscher von LANXESS. Industriell werden sie unter anderem zur Dampferzeugung in Kraftwerken und im produzierenden Gewerbe genutzt. Außerdem verwenden die Pharma- und Elektroindustrie ultrareines Wasser bei der Produktion, das mit Hilfe von Ionenaustauschern erzeugt wird. Insgesamt werden Ionenaustauscher in rund 500 verschiedenen Anwendungen eingesetzt. Sie müssen wissen, dass der Einsatz von Ionenaustauschern gerade vor dem Hintergrund von weltweiten Entwicklungen wie Trinkwasserverknappung und steigendem Energiebedarf großes Zukunftspotenzial hat.