Lewatit-CalculatION 5.0 erleichtert die Auslegung neuer Aufbereitungsanlagen und unterstützt darüber hinaus die Prüfung bestehender Filteranlagen.
02. November 2009
Lewatit-CalculatION 5.0: Neue Software für die industrielle Wasserbehandlung
Patente Hilfe bei der Optimierung von Filtersystemen
Leverkusen – Viele industrielle Prozesse sind auf sauberes, reines und reinstes Wasser angewiesen. Der korrekten Auslegung der entsprechenden Aufbereitungsanlagen kommt daher eine erhebliche Bedeutung zu; sie ist jedoch eine komplexe Angelegenheit. Der Spezialchemie-Konzern LANXESS hat jahrzehntelange Expertise und technische Anwendungserfahrung in diesem Bereich. Die Business Unit Ion Exchange Resins (ION) stellte bereits vor mehr als 20 Jahren als einer der ersten Anbieter auf dem Markt eine zuverlässige Planungshilfe zur Projektkalkulation vor. Das Programm ist seither kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert worden. Mit der neuen Version Lewatit-CalculatION 5.0 wird die Auslegung von Aufbereitungsanlagen noch leichter. Das flexible und dennoch übersichtliche Programm beschleunigt die Projektkalkulation und kann sogar bei bestehenden Anlagen helfen, die Betriebskosten zu senken. Die mehrsprachige Software bietet noch weitere neue Funktionen und ist bei LANXESS kostenlos erhältlich.
„Die Herausforderung bei der Konstruktion von Wasseraufbereitungsanlagen zur Bereitstellung von Prozesswässern lässt sich ganz einfach auf den Punkt bringen“, sagt der an der Entwicklung des neuen Systems beteiligte Björn Dinges, Technisches Marketing Industrial Water Treatment in der Business Unit ION. „Die Planer und Entwickler dieser Anlagen weisen meist ausgezeichnete verfahrenstechnische Kompetenzen auf, sind aber mit den chemischen Prozessen in den Ionentauschern – immerhin der zentralen Verfahrenskomponente – weniger vertraut. Wenn diese Produkte aber als ‚Black Box‘ gesehen werden und das Filtersystem lediglich darum herum aufgebaut wird, werden unter Umständen Potenziale verschenkt.“ Dies gilt insbesondere bei dem hohen Leistungsniveau, das Ionentauscher-Produkte von LANXESS aufweisen – und bei den wachsenden Anforderungen, die an Reinst- und Abwässerströme heute gestellt werden. Eine problemorientierte Ionentauscherauswahl, optimierte Regeneriersequenzen, aber auch eine realistische Einschätzung der Abwassermengen und ihrer Zusammensetzungen können helfen, die gesetzliche Vorgaben mit höherer Sicherheit einzuhalten.
„Hier setzt Lewatit-CalculatION 5.0 an“, so Dinges. „Das System hilft, das Wasseraufbereitungssystem ideal an die bestehenden Prozessanforderungen anzupassen.“ Es unterstützt den Anwender bei der detaillierten Analyse seines tatsächlichen Bedarfs und schlägt abgängig vom jeweiligen Kundenfall Art und Menge des optimalen Lewatit-Ionentauscher-Produkts vor. „Dabei haben wir darauf geachtet, die Software zugleich übersichtlich und doch flexibel zu halten.
Sie unterstützt die detaillierte Projektierung einer breiten Auswahl an chemischen Verfahren, die durch viele Variabeln an den spezifischen Anwendungsfall angepasst werden können. Für ein erstes ‚Herantasten‘ kann der Anwender jedoch auf eine praxisgerechte Auswahl an Verfahrensparametern und Grenzwerten zurückgreifen.“ Zur Bedienerfreundlichkeit für Nutzer in aller Welt trägt eine breite Sprachauswahl bei. Zusätzliche wasserchemische Berechnungsfeatures dienen der präzisen Einschätzung der spezifischen Kieselsäurebelastung, der Prognose der Abwasserzusammensetzung oder zur Ermittlung der optimalen Volumenströme. Die Auslegung der Kontaktzeiten und des Chemikalienverbrauchs für die kostenoptimierte Regenerierung runden das Programm ab.
„Dabei ist zu betonen, dass die Software nicht nur zur Auslegung neuer Anlagen herangezogen werden kann“, so Dinges. „Das System ist so flexibel, dass auch bestehende Filteranlagen einer eingehenden Prüfung auf Herz und Nieren unterzogen werden können.“ Anwender können damit schnell und unproblematisch ermitteln, ob und wie viel Abwasser eingespart werden kann und wie sich Betriebskosten senken lassen. Zudem lassen sich ungenutzte Potenziale ersehen, die sich durch Befüllen mit neuem Ionenaustauscher erschließen lassen und wann ein Wechsel des Materials angeraten ist.
Durch die hohe Flexibilität ist die Zielgruppe der Software sehr breit. „Von ihr profitieren nicht nur Endkunden aus der Kern- und Kraftwerksindustrie, der Papierbranche, der chemischen Industrie oder Automobil- und Halbleiterhersteller. Wir sehen vor allem Anwender in Ingenieurbüros, Apparate- und Anlagenbauer sowie natürlich Hochschulen im Fokus“, betont Dinges.
Weitere Informationen zur Lewatit-Auslegungssoftware erhalten Sie hier.

